
wir schreiben bereits Tag zwei und das alles fasse ich zusammen, während ich auf der Rooftop in Toronto sitze, mit Blick auf die Skyline.
Tag eins war eher etwas unspektakulär. Nachdem ich ausgeschlafen hab, hab ich mich endlich mal runter in die Küche getraut und mit meinem Host Miya erstmal bisschen small talk betrieben. Sie hat sich gerade asiatisches Essen zwischen die Kiemen geschoben und ich war so frei und hab mich mit ner dicken Tasse Tee einfach zu ihr gesetzt. Sie hat mir dann irgendwann gesteckt, dass die Läden sonntags früher schließen und am Montag sei Feiertag, dh. Ich sollte mich besser mit bisschen Essen eindecken.
Also bin ich gegen halb 12 mittags los. Auf halber Strecke zur Subway bin ich nochmal umgedreht, weil ich meinen Passport, den ich natürlich den Tag über nicht brauchte, vergessen hatte.
Halbe Stunde später war ich Downtown und fragte mich wieso so viele Asiaten hier rum springen. Aber hat sich schnell geklärt, war nämlich n riesiges Asian Festival.
Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich mir nicht selbst hart auf die Nerven ging, weil ich wirklich, WIRKLICH hungrig war. Ich hatte nach dem Apfelstrudel am Flughafen in München lediglich noch meine Packung Maiswaffeln. Die ich am Flughafen in Island verdrückt hab. Manche von euch wissen wohl, wie ich bin, wenn ich hungrig bin. Das kein Spaß.
Achso kurz hierzu..Ich dachte ich hätte ne Stunde Aufenthalt in Island. Als ich dann bei der Landung auf meine Boardkarte geschaut hab, hab ich registriert, dass ich lediglich 20 Minuten zum nächsten Boarding hatte. Dass ich das hinbekomme..okay..aber mein Rucksack? – Glücklicherweise ja 🙂
Jedenfalls war ich dann ziemlich hungrig in der Mall und hab jegliche „Mobile“ Stände abgeklapptert, weil ich ne bestimmte SIM Karte haben wollte. Ich hab ja schließlich recherchiert. Entwede haben die es nicht besser gewusst, oder aber, sie waren unhöflich und haben mich absichtlich immer falsch geschickt, weil ich deren nicht kaufen wollte. Letztendlich hab ich meine Wunsch-SIM erhalten, allerdings nicht mit dem Angebot, was ich wollte 😀 das liegt aber weniger daran, dass ich mit meinem Vokabular nicht voran gekommen bin, sondern daran, dass ich noch keine Canadian ID habe. Naja, wat solls, Hauptsache Internet. Teurer Spaß übrigens. 50$/30 Tage. AldiTalk war schon Luxus.
Ich bin gespannt was ich die Zeit hier über esse.. Von McDonalds, über BurgerKing zu Wendys, Tim Hortons, KFC, Taco Bell…alles dabei. Am Ende landete ein dicker Hot Dog mit Sauerkraut auf meiner Hand. War aber lecker 🙂
Happy und nicht mehr hungrig bin ich also los und wollte zum Hafen und vielleicht n Eis schlecken. So mal der Plan.
Dass ich mich trotz vorhandenem Internet und lediglich „gerade aus“ gehen „verlaufen“ hab, sollte jedem klar sein. Ich bin straight in die falsche Richtung gelaufen. Bis ich das mal bei Maps nachgesehen hab, verging bestimmt ne halbe Stunde. Aber so sieht man auch bisschen was von der Stadt, auch wenn nur die Straße gerade aus. Das war übrigens die Yonge Street, die weltweit längste Straße mit 1896km. Glück gehabt, dass ichs zeitnah gecheckt hab 😀
Letztendlich war ich dann ne Stunde später im Park angekommen, aber leider ohne Eis.
Das Einkaufen fürn nächsten Tag hat mich auch etwas überfordert. Was kauft man ein, was nicht verdirbt bei 30 Grad und was sich gut transportieren lässt. Dass die Läden eher schließen hab ich jedenfalls nicht wahrgenommen. Oder wie viel länger kann ein Supermarkt offen haben, wenn er bis 24 Uhr offen hat?
Mit lätschigen Toasties, Käse, Gurke, Wassermelone und Äpfeln bin ich dann nach Hause geschlendert. Habs mir mit ner Tasse Tee und den besorgten Goodies im Bett gemütlich gemacht und Serie geschaut, bis ich zufrieden eingeschlafen bin. Lebensmittel sind hier übrigens ziemlich teuer, dachte eigentlich das hat Deutschlandcharakter.
Am nächsten Morgen hieß es dann für mich Rucksack packen. Ich bin gerade mal 2 volle Tage in Kanada und was soll ich sagen..3 Taschen Kosmetik plus Tüte vom Handgepäck is zu viel. Dadurch, dass ich meinen Daypack an den großen schnallen möchte, um den nicht immer vorn am Bauch tragen zu müssen, muss der natürlich leer sein. Ich denke ich muss in den nächsten Tagen entweder einiges aufbrauchen oder nochmal weiter aussortieren 😀
Jetzt passt erstmal alles rein, aber wenn der Winter einbricht und ich das ein oder andere dicke Teil noch besorgen muss, wird das nix.
Ich also mit meinem Schneckenhaus los getigert zur Subway. Und von dort aus dann gute 20 Minuten zu Fuß zum Planet Traveler Hostel. In der Hoffnung, dass ich schon etwas eher einchecken kann als 15 Uhr.
Ich kam um 12:30 Uhr an und Tina, ehemalige deutsche Work and Travelerin, arbeitet nun im Hostel und is seit 1,5 Jahren in Kanada. Sie hat nämlich das Young professional Visum hinten dran gehängt, weil es ihr hier so gut gefällt 🙂
Kurze Einführung in die Räumlichkeiten, Information zum Frühstück (7 Uhr bis 13 Uhr; sehr sympathisch!). Da das WLAN ausgefallen is, konnte sie mir die Rechnung noch nicht erstellen und ich sollte warten. 15 Uhr kann ich dann ins 6 Bett Frauenzimmer einziehen hieß es.
Ich mir erstmal ne Müslischale mit Weetabix und Tee gekocht und mich abseits der anderen Bewohnern gesetzt 😀
Ich hoffe sehr, dass ich mich irgendwann noch mal wohl fühle im Hostel. Bis jetzt kann ich sagen, dass das nicht meins is. Auf andere Menschen zu zu gehen 😀 Zumindest im englischsprachigen Raum.
Irgendwann wurds mir zu blöd vom unten alleine rum sitzen. Hab mir mein Wasserglas aufgefüllt und bin nach oben auf die Dachterrasse. Extra mit Kamera, damit ich die Aussicht fotografieren kann. Auf der Seite mit der Skyline lag aber n Mädl mit ihrem Kindle und hat gelesen..hin oder nicht hin? – Scheiß drauf, dacht ich mir und bin durch gestiefelt. Mein freundlichstes „Hello“ aufgesetzt und wurde leider ignoriert. Foto hab ich trotzdem gemacht, mich dann allerdings nicht zu ihr, sondern auf die andere Seite der Terrasse gesetzt, wieder alleine. 😀

Im Zimmer hab ich dann gleich mal 2 Mädls aus Australien kennengelernt. Die beiden sind Freundinnen und haben auch 3 Nächte wie ich in dem Hostel gebucht. Leider gehen die beiden heute zu nem Tennisspiel und nicht wie ich….zur Quiz Night („Trivia Night“).
Bin ich mal gespannt. Zwei andere Mädels, ebenfalls zusammen im Urlaub hier, aus London, gehen, sofern sie nicht zu müde sind, zur Trivia Night. Mal sehen ob ich somit meine Gruppenmitglieder gefunden hab 😀
Das wird n Spaß heute Abend. Na servus.
Achso, übrigens, es herrscht hier Rechtsverkehr, was schon mal gut is, falls ich mir wirkich n Auto anlache. Allerdings, was die Sache tricky machen könnte: Die Ampeln sind nicht wie in Deutschland da, wo man auch halten soll, sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite/Kreuzung. Daran müsste ich mich erstmal gewöhnen, wo man zum stehen kommen muss 😀
Hab nämlich im Hostel n Flyer gesehen, wo man Autos von A nach B bringen kann. Und somit kostenlos(?) oder zumindest preiswert reisen kann. Klingt cool. Werd ich definitiv mal machen! Und dann hoffentlich nicht gesperrt werden, weil Regelverstoß/Unfall. Mal abwarten.
Über Couchsurfing hab ich auch jemand angeschrieben, was meine Wochenendplanung dann angeht. Mal sehen, bis jetzt hat er sich noch nicht gemeldet. Allerdings jemand anderes, für endlich bisschen Sightseeing, das kam nämlich bis jetzt zur kurz. Wird Zeit für bisschen Kultur.
