Across Canada – Part I

Vorwarnung: Wird ne Stange zu lesen! Macht’s euch bequem und bringt’s n kühles Bier, Wein oder n Tee mit. 🙂

Die ersten 1,5 Wochen sind schon vorbei und während ich das hier tippe, liege ich im North Glenmore Park in Calgary.
Hier sind wir bereits schon seit drei Nächten und bleiben hier auch noch bis Freitagmorgen, also noch zwei weitere. Erstens weil Josh’s Füßchen noch immer nicht ganz fit ist und zweitens is hier der Service wieder gut, weil es ne große Stadt ist, damit er ordentlich an seinem online Unterricht Donnerstagabend teilnehmen kann.
Calgary is ne ziemlich coole Stadt. Die Skyline is der Wahnsinn, auch wenn der Calgary Tower etwas kurz geraten ist.
Neulich haben wir uns den Sonnenuntergang von nem Berg aus angesehen, super schön! Ich steh total auf Skylines! Und da hab ich meinen ersten Coyoten gesehen!! Whoop whoop. Das Foto ist eher ein Wimmelbild! 😀

Was aber wahrlich keinen Spaß hier macht: Auto fahren. Die Straßen sind sowas von grottig, ehrlich, jeden Meter haste n neues Schlagloch und nicht nur n kleines, sondern eins, was das ganze Auto scheppern lässt.
Die Straßenführung is auch etwas komplizierter und dazu kommen dann die einheimischen Autofahrer. Halleluja. Dem einen Unfall heute sind wir noch entkommen.

Aber jetzt mal zu den letzten vergangenen Tagen..
Am 19.07.2020 ist das große Abenteuer gestartet. Geplant war, dass wir so früh wie möglich los kommen. War mir aber eh schon klar, weil ich uns kenne, dass wir nicht um sechs Uhr morgens los fahren. Bis alles final seinen Platz in Susi gefunden hat und wir dann endlich endlich los konnten, war es bereits 12.30 Uhr.
Naja, besser spät als nie. 😀
Die erste Nacht haben wir ganz romantisch auf nem Walmart Parkplatz (=Supermarkt) verbracht, in Sault Ste. Marie, was 700 km von Toronto entfernt ist.
Auf’m Weg dorthin sind wir an Provincial Parks vorbei, den einen wollten wir mitnehmen und dort ne kleine Wanderung hinlegen. Pancake Bay Provincial Park. Da ich „nur“ den Discovery Canada Pass hab, welcher Provincial Parks nicht abdeckt, hätten wir $15 für’s Parken zahlen müssen. Wir haben es in unser kleines Notizbuch geschrieben, dass wir den Park evlt dann auf’m Rückweg nochmal ansteuern.
Am nächsten Morgen mit kurzer Katzenwäsche auf Walmarts Toilette, ging’s dann weiter ungefähr 400 km Richtung Marathon, Ontario. Wir haben am Melgund Lake geschlafen, was absolut empfehlenswert ist!
Direkt am See, Feuerstelle und Picknick Tischchen.

Seitdem wir raus aus Toronto sind, hat es andauernd geregnet. Die neuen Scheibenwischer haben sich definitiv gelohnt zu kaufen! Bei jedem Wischer war ich happy über die neuen Wischer. 😀
Aufgrund des Regens hat’s uns Mutter Natur allerdings auch etwas erschwert n Feuer zu entfachen. Wir wollten nämlich grillen. 😀 Das hat so semi geklappt und wir waren beide so hungrig, dass wir es mehr oder weniger roh gegessen haben – keine Sorge, uns geht’s weiterhin gut, es gab nämlich Burger gemacht aus Bohnen und Zucchini und Veggie Hot Dogs. 😀

Am nächsten Morgen bin ich schon um sieben Uhr aufgewacht. Ich bin ja echt kein Morgnemensch, aber ich muss zugeben, manchmal lohnt es sich früh aufzustehen, vor allem wenn man nicht zur Arbeit muss. 😀

Als nächstes Stand der erste Nationalpark – Pukaskwa National Park – auf’m Programm. Also richtig wandern und so. Aus Gründen hab ich nicht meinen großen Rucksack mitgenommen, daher hatten wir Probleme das Zelt und ne Decke zu transportieren. Im Nachhinein muss ich ihm Recht geben, dass ich ihn mitnehmen hätte sollen, auch wenn es nicht sonderlich schmeckt. 😛
Josh hat dann aus Seilen was gebastelt, nur damit wir die zweitages Wanderung machen können. 😀
Kurze Einführung in Sicherheitsvorkehrungen und $10 pro Nase für unser Campground später, ging’s los mit der Wanderei.

Das Geld hat sich definitiv gelohnt zu investieren. Zum einen allein wegen der Wanderung an sich, der Trail und der Campground (!!) und zum anderen, damit wir abgesichert sind, falls wir verloren gehen, dass sie nach 24h ein Suchtrupp losschicken (wenn du deinen Wisch nicht bei denen wieder einwirfst).
Erst dachte ich, dass das mit dem Suchtrupp etwas übertrieben sei, aber ich kann verstehen, warum sie das so machen. 😀
Die Wanderung war aufjeden Fall n guter Start um sich wieder „einzulaufen“, war aber dennoch wirklich herausfordernd, besonders Tag zwei. Insgesamt war es ein Loop (lila) von 24 km, was uns jeweils ca. 5-6 Stunden für 12 km gekostet hat.

vom roten Stern zum lila Loob und zurück zum roten Stern. 24 km.

Wir kamen so gegen 19 Uhr am Campground an (das 3. Campgroundsymbol), haben erstmal das Zelt aufgeschlagen, sind durchn See gekneippt und haben beach wood gesammelt. Dann n Feuer gemacht und ab in See gesprungen, während wir gegessen haben (wir haben Reis und Bohnen am Morgen vorbereitet) haben wir uns am Feuer wieder aufgewärmt. N Stück hinter waren zwei große Metallboxen, mit nem Vorhängeschloss, damit man restliches Essen einschließen kann und somit keine Bären anlockt – haben wir nicht genutzt, haben alles gegessen. 😛

Ehrlich gesagt hab ich mit ner knackigen Nacht gerechnet. 1 Zelt, 1 Decke, 1 Kissen, das war’s. 😀 Erstaunlicherweise haben wir viel Schlaf abbekommen und bis 10 Uhr geschlafen.

Wir also hoch, alles zusammengepackt, Rucksack gebastelt, Müsliriegel als Frühstück zwischen die Kiemen geschoben und ab geht’s.
Nachts hat es geregnet, daher waren dann die Steine und Wurzeln ziemlich rutschig. Einmal sind wir irgendwie im Kreis gelaufen, hat sich aber gelohnt, wir haben ein wildes Huhn gesehen. 😀

Wir waren wirklich heilfroh, als wir dann endlich am Auto wieder angekommen sind. Stolz, aber im Eimer. 😀
Statt ner Dusche gab’s ne Wasserleitung, wo wir uns erstmal alles wieder aufgefüllt haben und ich mir meinen Wasserbauch ordentlich gefüllt hab. Das tat so gut. 😀
Wir sind dann verschwitzt und hungrig los, Richtung Thunder Bay, was ungefähr 350 km waren.

Das ist übrigens der Gedenk Highway für Terry Fox. Ihm wurde ein Bein amputiert, weil er an Krebs erkrankt war. 1980 hat er seinen cross Canada run von Ost nach West gestartet, allerdings hat die Krankheit sich irgendwann zurück gekämpft und er wurde dadurch gezwungen zu stoppen, nachdem er bereits innerhalb 143 Tagen 5.373 km zurück gelegt hat! Leider ist er dann auch in Thunder Bay verstorben. 😦 – Auf unserem Rückweg werden wir nochmal n Stopp in Thunder Bay einlegen und uns das Denkmal ansehen!

Aber noch sind wir gar nicht in Thunder Bay angekommen in meiner Geschichte. 😀
Wir befinden uns an nem See, weiß leider nicht mehr welcher es war, irgendwo am Trans-Canada. Jedenfalls haben wir uns da mal mit Seife frisch gemacht. 😀

Und dann, ja dann ging irgendwie das ganze Chaos los:
Während Josh getankt hat, saß ich gemütlich im Auto und hab meiner Freundin Katha ne Sprachnachricht drauf gequatscht. Ich war etwas irritiert, was er da macht, wieso er nicht einfach voll tankt. Nachdem ich die Nachricht beendet hab, hab ich ihn gefragt, wieso er so tröpfchenweise nur tankt, da nur meine Türe auf war, hat er mich nicht gehört und wollte näher kommen und stand aber auf der Erhöhung und ist abgerutscht und hat sich den kompletten Fuß verdreht und ich hatte nicht mal was wichtiges zu sagen. 😀 Hat sich nämlich rausgestellt, dass er durchaus vollgetankt hat. 😀 😀
Ich hab direkt Eis gekauft und haben es gekühlt, aber da is so n seltsamer Knubbel an der Fußrückenseite gewachsen. Ich hab meine „German witch medicine“ ausgepackt. Die guten Globuli. Also ich bin ja der Meinung, dass das was gebracht hat! Der Knubbel is nämlich weg und es wird allmählich besser. Nichts desto trotz sind wir nach Tag fünf mal zum Arzt, er wurde geröngt und hat keinen Rückruf bekommen, was angeblich ein gutes Zeichen ist.
Donnerstagabend hat er wieder Sign Language Unterricht, weswegen wir wie gesagt noch in Calgary sind und dann Freitagmorgen geht’s nach Banff oder Canmore zum Wandern, bis dahin hat sein Fuß nochmal Zeit sich zu regenerieren. 😛 Mir is nämlich langweilig und werde grummelig. 😀
Wir haben n paar Farmen angeschrieben, dass wir entweder gegen Kost und Logis oder tatsächlich n paar Kröten verdienen. Aber die haben sich bis jetzt noch nicht gemeldet, stattdessen hat mich einer angeschrieben, wo wir in Vancouver, bzw etwas nördlich davon, unterkommen könnten. Josh hat Bock drauf, an sich klingt es auch cool, wir würden viel mit Holz arbeiten. Allerdings hat er keine coolen Tiere 😀 Ich steh nicht sooooo sehr auf Vogelviecher. 😀 Ich bin mehr auf der Suche nach ner Farm mit PFERDEN! 😀 Naja, mal sehen was sich noch ergibt, ne? Haben ja etwas Zeit zum Glück mitgebracht!

So aber nun zurück zum Ursprung. 😀 Ihr merkt, in den letzten Tagen is so viel passiert, meine Wörter überschlagen sich!
Also: Nachdem er sich n Fuß verletzt hat, bin ich also hinters Steuer und dank Tempomat und vorbildlichem Verhalten, halte ich mich auch schön an die Verkehrsregeln und Geschwindigkeiten. Wie auch immer, war da 90 km/h erlaubt, dann kam eine 60er Zone, ich also runtergebremst und zack kam ein Polizeiwagen um die Ecke und mir hinterher, ich schwitzend hinterm Steuer und frag Josh, ob der wegen MIR die Sirenen anhat?! – In der Tat. Ich also rechts rangefahren und gewartet, bis der Officer ans Fenster kommt. Er hatte mich darauf hingewiesen, dass ich mit 94 km/h in der 60er Zone gebrettert bin, dass er meinen Führerschein mal checkt und falls alles sauber ist, muss ich die $300 nicht bezahlen und bekomm nur ne Verwarnung. Außerdem hat er einen Fußgängerüberweg erwähnt, bei dem ich definitiv nicht rechtzeitig reagieren hätte können mit der Geschwindigkeit. Das mag wohl wahr sein, aber 60 km/h für’n Fußgängerüberweg ist auch ganz schön fix, oder? Nur nebenbei: Wir beide haben den Überweg nicht gesehen, vielleicht weil ich rakentenschnell war? 😀
Mein Führerschein war natürlich unbefleckt und musste daher kein Bußgeld zahlen. Aber ganz ehrlich, wir sind davon überzeugt, dass er mich nur angehalten hat, weil er neugierig ist, ich hab nämlich kein Kennzeichen am Auto vorne, weil ich ein Quebec-Kennzeichen hab, der hat sich sicherlich gewundert. Ich hab nämlich gebremst (vor dem eigentlichen Schild ist immer nochmal 500 m zuvor n Hinweis auf die kommende Geschwindigkeitsbeschrenkung).
Und zu allem Ungut hat dann der Mortshunger und damit die Griesgrämigkeit und Gereitzheit zugeschlagen. 😀 Das war ein Tag sag ich euch! Aus Trotz wurde dann nicht gekocht und stattdessen gebockt. 😀 Klingt nach mir? Richtig, ich werd diese Charaktereigenschaft wohl nie verlieren, auch nicht in einem anderen Land. 😀 Nachts um halb eins isses auch nicht so einfach noch irgendwo in nem kleineren Ort wie Thunder Bay etwas zu Essen zu bestellen. Aber: Wir hatten Glück, Dominos hatte noch 20 Minuten auf, wir also hin, Pizza geholt, die sehr viel besser war, als die deutsche Dominos Pizza und damit ins Bett gekuschelt und Netflix geschaut…um halb 2 Uhr Nachts.

Gypsy Life is back. 😀 Wir haben die Sonne genutzt um unsere Kleidung und Zelt zu trocknen. Wenn man schon keine Dusche nutzen kann (Tag fünf ohne), kann man wenigstens gut riechende Wäsche tragen, oder? 😀


Auf der anderen Seite von der großen Wiese war ne öffentliche Toilette, welche geschlossen hatte, aber Steckdosen hatte. Da er nicht laufen konnte, bin ich mit Sack und Pack rüber und hab alles mögliche geladen, währenddessen saß ich in meinem Campingstuhl dort und hab Sudoku gelöst.
Wir haben das Auto dann klassenzimmerreif gemacht – es war nur ne Verkleidung hinter ihm, dass ich im Hintergrund die Küche aufräumen kann und da bisschen rumwursteln kann. 😀

Abends gegen 21.30 Uhr war sein Unterricht dann vorbei, wir haben uns bisschen unterhalten und haben neben uns nen Campervan wahrgenommen, der ziemlich cool war, ich hab noch gesagt, ob er meint, ob ich mal reinluschern kann, weil ich interessiert bin, wie der ausgebaut ist.
Kaum hatte er mir das aus’m Kopf geschlagen, hatte es in dem Van ordentlich gerumpelt und gewackelt. Kann man sich jetzt denken was man will. Das ganze hat sich richtig gruselig entwickelt.
Wir hörten Schreie von einer Frau. Daraufhin haben wir uns nur angeschaut und „hast du das auch gehört?!“ gesagt. Dann hat es nochmal oooorrrdentlich gewackelt, der Mann kam dann vor zum Fahrerbereich, sie schreit, er wieder zurück, gerumpelt. Dann kam er wieder nach vorn, setzt sich hin und macht sich vom Staub! Als er an uns vorbei ist, hat er uns in die Augen gestiert, das war das unheimlichste Gefühl und Erlebnis, was ich jemals hatte!
Wir haben uns das Kennzeichen gemerkt und die Polizei gerufen. Ich hab mich sowas von unwohl gefühlt und hatte Angst, dass der Kerl wieder zurück kommt, weil er weiß, dass wir was mitbekommen haben. Oder was auch immer. Die Polizei hat sich aber umgehend darum gekümmert, hat uns nochmals zurück gerufen, unsere Daten aufgenommen und gesagt, dass ggf. ein Officer vorbei kommt um mit uns persönlich zu sprechen. Dem war auch so. Er war so nett und geduldig. Am Ende hat er uns gesagt, dass sie jemanden gefunden haben, der auf die Beschreibung zutrifft und dass es der Frau gut geht. Dass wir aber alles richtig gemacht haben und hat sich 500x bedankt.
Was kann denn jetzt noch kommen auf unserem Trip?! Wir sind ja kaum unterwegs bis jetzt. 😀

Von Thunder Bay aus ging’s dann am nächsten Tag nach Winnipeg, Capital City of Manitoba. Whoop. Endlich raus aus Ontario, nach langen vier Tagen.
Evennnnntuueeellll haben wir nen Bär gesehen. Ich denke es war einer, aber das sah so unrealistisch aus, vielleicht auch, weil’s einfach mein erster Bär im echten Leben ist. 😀 Der hat sich aber auch nicht bewegt und hat irgendwie nur seinen Kopf im Gras stecken gehabt. Außerdem sind wir ja fix mit’m Auto gefahren. 😀
Josh hat definitiv schon einen gesehen, der hatte die Straße überkreuzt. Ich Blindfisch hab ihn nicht gesehen, weil ich meine Brille nicht schnell genug gefunden hab, es dunkel war, ich dann nur meine Sonnenbrille gegriffen hab und er war einfach 500 m weit weg oder so. 😀 Traurig war ich trotzdem…oder immer noch. 😀

Auf’m Highway sieht man immer wieder Fahrradfahrer. Da is so n breiter Fahrstreifen, neben den zwei eigentlichen Hauptspuren. Außerdem hat der Highway kein Gegenverkehr. Ich hab dann gefragt, ob ich sein Rennrad ausführen darf. Und jep, „you may“. Yuppiiee. Ich hab noch große Töne gespuckt und meinte, dass er 30 km vor fahren soll und dann anhalten und auf mich warten soll. Er meinte, ob das nicht vielleicht viel für’n Anfang sei, dass ich 10 km fahren soll. Dann meinte ich großkotzig, dass das super wenig klingt und dass ich dann 20 km mach. Treffen wir uns in der Mitte. 😛
Naja, was soll ich sagen. Ich bin los geradlt, hab n Auto dann irgendwann an der Seite parken sehen und hatte gehofft, dass er es sei, weil ich echt kaputt war, ohne Wasser und Gegenwind. 😀 Gleichzeitig dachte ich aber auch, dass ich mich nicht wundern brauch, wenn ich so schnell war!
Im Endeffekt war ich stolze 8 km inner halben Stunde unterwegs. 😀 Er hat ganze 27 Minuten auf mich gewartet. 😀 😀
Übung macht den Meister, das wiederholen wir aufjeden Fall nochmal! Kann sich so ja nicht sehen lassen.

Wir wollten in Winnipeg innen Pool, schwimmen und dann endlich ne Dusche genießen. Ging aber nicht. Die Regeln in Manitoba sind ziemlich strikt. Sobald die Damen am Poolempfang erfahren haben, dass wir aus Ontario sind, sind sie etwas paranoid geworden. Ironischerweise, als wir in Supermarkt sind, mit Maske, haben wir uns seltsam gefühlt, weil einfach NIEMAND Masken trägt. Hää?! 😀
Naja, viel mehr gibt es zum Winnipeg-Abschnitt nicht zu sagen – und derweil hab ich noch nicht mal was dazu gesagt, sagt schon alles, oder? :D. Hier noch ein einzelner bildlich festgehaltener Eindruck. 😀

Winnipeg Downtown

Next Stop: Regina – Capital City of Saskatchewan. Hier haben uns nen Pool rausgepickt und haben nen neuen Versuch gestartet. Diesmal waren wir etwas schlauer, auch wenn in der Provinz vermutlich nicht notwendig, und haben eine Telefonnummer erfunden, damit sie denken, wir seien von hier. Der outdoor pool war kostenfrei und wohl mein glücklichster Tag in dem Moment. 😀 Schwimmen, ergo: Urlaubsfeeling plus duschen am achten Tag.

Regina Regent Outdoor Pool

Als nächstes stand der Prince Albert National Park auf’m Zettel, der im nördlichen Teil von Saskatchewan liegt. Wir haben uns aber dafür entschieden, den auf unserem Rückweg mitzunehmen, weil Josh mit seinem Elefantenfuß noch nicht wandern kann. Wir also ungefähr 760 km weiter Richtung Westen nach Calgary.

Die Landschaft im mittleren Teil Kanadas is ziemlich öde, außer n Stück vor und in Alberta. Der Teil is hügelig (was auf den Bildern auch eher flach aussieht 😀 ), der Rest is einfach nur flach. Statt wilde Tiere sieht man auf den weiten Feldern Ölpumpen, die fröhlich auf und ab wippen. Ich weiß nicht genau wieso ich davon kein Foto gemacht hab. Auf’m Rückweg dann! 😀 Apropos wilde Tiere, Manitoba will ich innen Nationalpark aufjeden Fall auch noch. Manitoba is nämlich die Provinz der Büffel.

Weil’s zu spät geworden wäre, hätten wir erst gekocht, wenn wir in Calgary angekommen wären, sind wir ne Kiesstraße bisschen rein gefahren und haben neben dem Highway gekocht. Leider hab ich hiervon kein Foto, weil ich zu ungeduldig und hungrig war. 😀 Wir essen halt immer nur 1x am Tag was – abgesehen von den Äpfeln, Karotten und Gurken die ich mir reinballer – da muss Man(n) mit schlechter, ungeduldiger Laune rechnen.

Und zu guter Letzt nur noch n kurzes Update zu Susi. Ihr geht es soweit ganz gut, denke ich, außer kleine Wehwehchen. Sie hat neue Schuhe, Sommerschuhe, bekommen. 😀 Wusste nicht, dass ich andauernd mit Winterreifen gefahren bin, hupsi. Jedenfalls hatten wir schon 2x das Signal, dass wir den Reifendruck checken sollen. Haben wir auch brav gemacht. Ihre linke Tür macht schon immer bisschen Faxen, jetzt aber gänzlich. Da is n Teil rausgebrochen, das die Tür in der Schiene hält. Müssen uns noch n neues „Packsystem“ ausdenken, damit wir die Tür nicht mehr verwenden. Das Magnetfelt ist auch nicht mehr das Neueste, die Zeiger für Geschwindigkeit und Tank spinnen teils völlig und tanzen im Takt der Musik. Aber sonst is alles chic. Wir fahren noch inne Waschanlage, weil sie einfach komplett mit Mücken und Viechern besprenkelt ist. Das ist ziemlich widerlich. Manchmal dachte man, dass es regnet, derweil sind es nur 1.000.000 Tiere die ans Auto klatschen. Also ohne Witz, dieses Ausmaß hab ich so auch noch nicht erlebt!

Wer bis hierhin gelesen hat: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ich hoffe ihr hattet das Gefühl, live mit dabei gewesen zu sein. 😀
Liebe Grüße auch von Josh hinter dem improvisierter „Duschvorhang“. 😀

Ich sammel jetzt erstmal neue Ahornanekdoten und dann melde ich mich wieder bei euch!
Passt auf euch auf, hab euch lieb! Bis bald.

Eure Lisa ♡

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