Abenteuer Camping

Als Mattes und ich ausgecheckt haben, hab ich zu viele Informationen über die unhygienische Schlafsituation im Jail Hostel erhalten, als mir lieb war.

Wie gesagt, ich fand die Bettdecke äußerst gemütlich. Und so hab ich mich auch in sie eingekuschelt. Hätte ich gewusst, dass der Deckenbezug nie gewechselt wird, hätte ich wohl das beigefügte Laken nicht als Laken, sondern als Barriere zwischen mir und Decke verwendet. Und mich erst recht nicht Barfuß ins Bett gelegt! 😀

Kaum saßen wir im Auto und wollten Richtung Voyageur Provincial Park losfahren, fragte mich Mattes zum Glück noch, ob ich meinen Hostelschlüssel abgegeben hatte. Dadruch, dass ich den die Tage nie verwenden musste, hab ich das total vergessen.

Gut, dass er n Kopf auf hat. 😀

Ich bin wirklich happy, dass wir hier her gefahren sind. Zum ersten Mal wird jetzt also mein neues Zelt ausgetestet. Mit kleinem Privatweg zum Ottawa River haben wir hier echt n nettes Plätzchen. 🙂

Wir sind hier für insgesamt drei Nächte. Nach der ersten Nacht, die tatsächlich relativ erholsam war, auch wenn meine verquollenen Augen was anderes vermuten ließen 😀 , haben wir erstmal gemütlich gefrühstückt und sind dann mit dem Auto zum Parc Régional de la Rivière-du-Nord gefahren.

10$ pro Person, damit man sich dort aufhalten darf.

Wir also mit unseren Trekkingschuhen los und haben den Park zu Fuß erkundet. Super schön zu laufen. Durch n Wald, der am Fluss entlang führt. Als wir dann einen netten Spot zum Pause machen gefunden haben, saßen wir dort ne Weile und haben unseren ersten freilebenden Biber gesehen. Ich bin noch immer ganz ausm Häuschen! DREI MAL. Super super cool!!

Vielleicht sind jetzt Biber meine neuen Lieblingstiere. Zebras sind Geschichte. 😀

Für abends haben wir uns extra Holz gekauft, damit wir Campingfeuer machen können. Mehr schlecht als recht. Denke, dass das Holz nicht trocken genug war. Neuer Abend, Neues Glück.

Ich hab mich für paar Minuten abgekapselt und wollte bisschen Zeit für mich am Wasser haben. Die Vorstellung an sich klingt auch sehr verlockend. Leider lieben mich die kanadischen Mücken auch so sehr, wie die restlichen auf der Welt. 😀 Ich hab aufgehört zu zählen. Mückenspray wird schon angewandt.

Mattes glaubt mir jetzt auch endlich mal, dass meine Orientierung nicht die Beste is. Er lässt mich nur ungern zum Bad alleine gehen. 😀 – Ich hab ihm gesagt, dass ich das schon hinbekomme und bin immer wieder selbst von mir fasziniert.

Aufgrund der Orientierung und des Gruselfaktors, hab ich mich gegen alleiniges Campen entschieden. Ich hätte mich eigentlich von Mattes wieder zurück nach Ottawa fahren lassen und wollte dort dann evtl. drei Nächte im Gatineau Park campen gehen. Allerdings isses auch üüüüüberhaupt nicht so einfach, sich ohne Auto zu organisieren. Ich wusste, dass das hier ein weitläufiges Land is, dass sich das aber teilweise so kompliziert nur gestalten lässt, hätte ich nicht gedacht.

Ich brauch n Auto. 😀

Meine Unterkunft für Gatineau hab ich storniert und dafür zwei Nächte in Montréal gebucht.

OK, wow… Just in diesem Moment, kommt ein Angebot reingeflattert und ich kann evlt. Montag in Montréal ein Auto kaufen. 😀 Das werd ich mir dann wohl mal anschauen gehen.

Aber als aller erste Neuanschaffung steht allerdings aufm Plan: Drybag, n neues Handy inkl. neuer SIM Karte und ne Tube Fenistil.

Clumsy-Lisa hats auf die Kette gebracht, ihr Handy im Ottawa River beim kayaken zu versenken. Und zwar ungefähr hier: 45°33’41.5″N 74°25’23.1″W

Der letzte Campingabend wird eingeleutet und wir kochen uns lecker Noodlez. 😀

Die letzte Nacht war schon ziemlich kühl. Zum Glück hatte Mattes einen neuen Schlafsack gekauft, der aber so unfassbar groß is, dass wir den als Decke nutzen konnten. In der nächsten Nacht solls nochmal ein Grad weniger haben. Wir erwarten also 8°C.

Die letzte Nacht war erholsamer als die vorherige. Ich hatte noch mehr Zwiebellook und dadurch war’s mollig warm. 🙂

Die Fahrt nach Montreal war etwas zäh. Ziemlich viel Verkehr, Baustellen und Stau.

Endlich im Hostel angekommen, hab ich mir erstmal nach drei Tagen ne Dusche gegönnt. Auf gut Glück sogar OHNE Flip Flops! Ging gut. 😀

Ich hab mir ne Stadtkarte geben lassen und bin also erstmal los marschiert um mir n neues Handy und neues Fenistil gegen meine Mückenstiche zu besorgen. Letzte Nacht hat mich fast umgebracht. Das juckt so barbarisch. Ich muss mich mal erkundigen, ob die scheiß Viecher irgendwelche Krankheiten übertragen können. Weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Man sollte meinen, sowas hätte ich im letzten Job lernen müssen/können/sollen.

Naja, jedenfalls bin ich jetzt wieder back im phone game! Mit meinem super Schnapper bin ich denke ich ganz zufrieden!

Außerdem hab ich jetzt auch nen besseren Tarif! Und ganz ehrlich. Das sollte alles so sein. Hätte ich mein Handy nicht in Fluss gesetzt, hätte ich mich nicht mit meinem Laptop ins Internet eingeloggt, um auf Facebook eine Story zu posten, dass ich erstmal kein Telefon hab. Dann hätte ich nämlich den Post in einer Gruppe mit dem Auto gar nicht erst gesehen.

So haben sich jetzt also neue Türen für mich geöffnet.

Und nicht ganz davon abgesehen, dass ich jetzt für das gleiche Geld viiiiiiiel mehr bekomme! Ich spreche vom Telefonanbieter.

Jetzt chill ich erstmal kurz noch in Montréal, bevor das Abenteuer dann weiter geht. Wie auch immer, ich bin aber offen und bereit dafür. 🙂

Wenn ich das Auto nicht kaufe, versuch ich nach Quebec City zu trampen. Ich hab einen Travelbuddy gefunden. Sie wird mich ab Dienstag dann begleiten. Evlt. Werden wir zusammen mit Andrea dann in Richtung Osten. New Brunswick, Nova Scotia, Newfoundland..sowas steht aufm Plan, bis ich dann Mitte September bei Marjorie einziehe. 🙂

Hab euch lieb Leute! 🙂

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