For Josh, I know you will have a look at my page: Heyyyyy, thanks that u r here again. 😀 hope you had fun at the birthday party. 🙂 Thank you very much for the great time on the Manitoulin Island! Take care. See yaaaaa. 🙂
Durch meinen Verlust bin ich also dazu gekommen, mein potentielles Auto anzuschauen.
Charlotte, die Besitzerin von Luzette, is eigentlich nur nach Montréal gekommen, weil sie sich eine neue Isomatte kaufen wollte.
So kam das Eine zum Anderen. Ohne auch nur das Auto zuvor mal gefahren zu haben, ich war lediglich Beifahrerin, hab ich zugesagt, dass ich es kaufen werde. Charlotte is super offen, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sie hat mir mit dem administrativen Zeug geholfen. Da in Quebec ein etwas eigenes Volk lebt, bin ich ihr so dankbar, dass sie mir geholfen hat. Sie is Französin und konnte somit mit ihrer Landessprache alles perfekt regeln.
Außer das Thema mit der Versicherung. Sie dachte, wir können sie einfach auf mich übertragen. Aber nein, ich musste mit einer Dame telefonieren. Das war anfangs echt ne harte Nuss. Da ich keinen Wohnsitz hab und ich nur erklären konnte, dass ich aktuell Tourist bin und mein Auto mein Fahrbares Schlafzimmer sein wird. Final haben wir sie etwas beruhigen können, auch wenn ihr das nicht so wirklich gepasst hatte, dass ich die Adresse von Charlotte angegeben habe. Offiziell wohn ich jetzt also erstmal zwei Monate bei ihr. 😛
Innerhalb einer Woche wird dann also mein Wisch für die Versicherung per Post geschickt, den muss ich dann noch abholen und dann is alles chic. Aktuell fahr ich nur mit ner Bestätigungs-E-Mail rum.
Charlotte und ich haben also einen guten Tausch, guten für mich, gemacht. Ich bekomm das Auto und sie bekommt meine Isomatte. 😛
Ich, als neue deutsche Besitzerin, brauchte natürlich auch nen neuen Namen fürs Auto. Here we go. Sie heißt Susi. 🙂
Ich hab Susi also das erste Mal nach der ganzen Ummelderei gefahren. Super geschmeidig und die Größe is auch absolut okay.
Ich hab Charlotte dann nach Hause gefahren. Sie arbeitete auf nem Hof. Die Besitzer sind super lieb gewesen und ich durfte dort die erste Nacht in meinem Auto verbringen. Zwei deutsche Mädls sind auch noch angekommen, sie arbeiten ebenfalls gegen Kost und Logie.
Charlotte hat mich meiner neuen mobilen Küche überlassen und gab mir Anweisungen, wie man die Besten Mac & Cheese mit Erbsen und sour cream zubereitet. 😀 Den Abend haben wir dann mit den anderen auf der Terrasse ausklingen lassen.


Der nächste Morgen hat noch nichts schlimmes erahnen lassen. Als ich aber dann mal mittags aufbrechen wollte, Richtung Kingston, fing es an. Is einmal der Wurm drin, is er drin, oder?
Handyakku schier leer und ich konnt’s nicht über den Stecker im Auto laden. Tanken musste ich sowieso, hab mir dort also n neues Kabel gekauft. Drei meiner Kabel plus das Originalkabel vom neuen Handy funktionierten nicht. Warum auch immer.
Das billo no name Teil für schlappe 8$ hat dann also seinen Dienst getan. Mit positiver Stimmung bin ich also weiter. Meine planmäßige Fahrt sollte so 2,5 – 3 Stunden dauern. Nach ner Stunde ca. hat sich mein ein-Woche-altes Handy verabschiedet und konnte nicht mehr gestartet werden. Gut, dass ich das crap Handy fürs Navi nutz.
Ich hab die Ausfahrt von Kingston verpasst und war irgendwo zwischen Kingston und Toronto. Super.
Meine Notlösung war n Parkplatz bei Tim Hortons, da ich dort wenigstens WiFi fürn Laptop nutzen konnte.
Ich war so sauer, dass ich nicht mal rein gehen hab können, um mich zu erkundigen, wo ich denn sei. Obs mir tatsächlich was gebracht hätt, keine Ahnung. Über Facebook konnt wenigstens Kontakt zu Katha nach Deutschland aufgenommen werden. 😀
Wir haben beschlossen, dass ich einfach noch n Stück aufm Highway lang fahr, damit ich’s am nächsten Tag nicht so lange nach Toronto hab.
Tim Hortons hat n leckeren Pecan Banana Bread Muffin. Wollte ich mir holen und dazu Kartoffelecken. Meinen Muffin gab’s nicht und mitm Ketchup hab ich mir Flecken aufs Shirt geschmiert. Schlau wie ich war, hab ich’s natürlich gleich ausgewaschen, damit’s nicht nachhaltig bleibt. Da dadurch mein ganzes Trinkwasser aus meiner Flasche drauf ging, wollt ich’s auffüllen und hab den Kofferraum, wo meine Kanister sind, nicht aufbekommen.
Dazu kommt noch, dass sich ne Stelle zwischen den Augenbrauen entzündet hat und ich mit nem dritten Auge rum lauf. Pflaster mit Betaisodona quer übers Gesicht dacht ich, kann helfen.
Nachdem ich alles nochmal kurz Revue passieren lassen und in Spiegel geschaut hab, musst ich nur noch lachen und wollte einfach schnell schlafen.

Irgendwo, so 50 Kilometer vor Toronto, hab ich mich dann aufn Parkplatz von Canadian Tire gestellt, die restlichen Mac & Cheese mit ner Dose Bier vertilgt und danach geschlafen wie ein Stein.

Bis morgens um acht. Weil da die Läden öffnen und sich somit einige Menschen dort sammeln. Fix Zähne geputzt, vor gekrabbelt und die letzten Meter nach Toronto gefahren.
Da ich das Bedürfnis hatte mich zu duschen, hab ich mir nen Sport inner App rausgesucht, wo man angeblich duschen kann. Das wär n öffentliches Freibad gewesen. Da ich aber zu früh dran war, hab ich erstmal auf ner Bank in einem Park gefrühstückt.
Nachmittags war ich mit Josh verabredet, um zu planen, ob und wohin wir am Wochenende mit Susi fahren könnten.
Er hat mir freundlicherweise angeboten, dass ich fix rum kommen kann und ne Dusche abbekomm, bevor er zur Arbeit geht.
Beim Schreiben fällt mir auf, dass ich schon ein seltsames Leben aktuell führ. 😀
Geplant hatten wir dann also Samstagabend bis Montagabend auf die Manitoulin Island zu fahren.
Da bis Samstag noch Zeit war, war ich endlich bei den Scarborough Buffs. Ich hatte nicht aufm Schirm, dass da n Strand is. War dann aber auch zu faul, um wieder zurück zum Auto zu gehen. 😀
Das Wasser wär mir wohl eh zu kalt gewesen. 😀
Vorbereitungen, was Wäsche waschen, Einkaufen und Tanken anging, hab ich erledigt. Er hat Donnerstag tagsüber und nachts gearbeitet, damit wir eher los kommen. Aufgebrochen sind wir dann also Freitag gegen 17 Uhr. Weil’s keine Fähre mehr für den Abend gab, sind wir dann bei halber Strecke auf’n Campground in Wiarton gefahren, der am Georgian Bay liegt. Ob das n illegaler oder legaler Stellplatz is, wissen wir nicht so genau. War aber aufjeden Fall hübsch dort. 😀
Zum duschen und frühstücken ging’s dann auf nen offiziellen Campground, der nur paar Meter weiter lag.
Da meine Küche alles her gibt, haben wir uns Pancakes mit Ahornsirup/Peanutbutter und Banane gemacht. Yummy.
Aufm Weg hoch nach Tobermory, wo die Fähre abgefahren wäre, liegt Maple Ridge, wo zufällig Josh’s Neffe campen war. Wir also kurz hin, um Hallo zu sagen. Aus dem „kurz mal eben“, wurd eine Nacht mit riesen großem Feuer.
Da der Campground neue Picknickbänke bekommt, durften wir sieben Garnituren verbrennen. 😀
Wir haben uns also ne neue Fähre für Sonntag in der Früh gebucht. In der Früh heißt: erste Fähre um 7 Uhr. 😀
Da man eine Stunde vorher dort sein muss, sind wir also um 5:15 Uhr aufgestanden, schnell alles zusammen gepackt und go.
Der Vorteil: man sieht den Sonnenaufgang. 😛 – ich bin ja mehr so für den Sonnenuntergang in der Regel.

Super ärgerlich, ich hab für meine Kochplatten neue Gasflaschen vergessen zu kaufen. Auf der Insel gibt’s nicht all zu viele Läden, die erst recht dann natürlich nicht sonntags geöffnet haben. 😀



Von den Bridal Veil Falls gings noch auf den Michigiwadinong The Cup and Saucer Trail. Dort hat man so unfassbar schöne Aussichten….Ich bin schon bisschen verliebt in das Land hier muss ich sagen.

Eigentlich hatte ich den Barrie Island Park zum Schlafen rausgesucht. Die Manitoulin Island is aber doch größer als gedacht und das wär noch n ganz schöner Ritt gewesen. Ich war zu müde, um nochmal über ne Stunde Auto zu fahren. Batman’s Cottages and Campground sollte es dann also werden. Mega schön gelegen, direkt am Wasser.


Da wir nicht genug Gas hatten zum Kochen, hab ich Reis, Bohnen und co vorbereitet, während sich Josh ums Feuer gekümmert hat.
Hat auch was, so zu kochen.
Spät abends hat sich dann ein niedlicher Waschbär super nah ran getraut und hat in die Tüte mit leeren Bierdosen geluschert. Ich wollt ihn mit ner Peanutbutter-Bagel-Straße anlocken. Leider hat er sich nur das Erste geschnappt, solang wir noch draußen saßen.
Alles andere als pünktlich haben wir ausgecheckt.
Erstens haben wir ausgeschlafen und zweitens gab’s nur nen Gartenschlauch um seinen Abwasch zu machen. 😀
Nicht mit uns. Wir haben nochmal für Feuer gesorgt, damit auch die angepappten Reste im Topf abgingen.
Nachdem alles sauber und aufgeräumt war, gings weiter in den Misery Bay Provincial Park. Nochmal bisschen die Füße vertreten und Zehen im Sand vergraben. Hach, das war schon schön!

Zurück ging’s dann mit der Fähre am Montagabend um 22 Uhr. Von Tobermory bis Toronto is man gute 3,5 Stunden unterwegs. Final schlafen gegangen sind wir dann so gegen 5:30 Uhr. Es hat sich aber definitiv gelohnt!

Das war das letzte lange Wochenende für die, die arbeiten. Also nicht für mich. Damit is jetzt offiziell der Sommer vorbei.
Ich hab mich dann in East York, ein Stadtteil von Toronto, nochmal auf die Suche nach den besagten Gasflaschen gemacht. Tatsächlich welche gefunden und direkt drei mitgenommen.
Die brauch ich nämlich. Nächstes Ziel is Algonquin Provincial Park. Der älteste Park Kanadas.
Jetzt mit nem eigenen Auto, kann ich dort auch hinfahren, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich danach verheiratet und indische Kinder hab. 😀
Ich muss mich nochmal belesen, was die kanadischen Verkehrsregeln angeht. Als ich Josh noch fix zur Schule gefahren hab, hat er nämlich schier n Herzinfarkt bekommen. Derweil hab ich mich nur an die deutschen Regeln gehalten und bin an ner großen Kreuzung bei grün links abgebogen.
Über Facebook hatte ich ne Mitfahrgelegenheit angeboten. Hatte auch mit drei Personen geschrieben. Aber hat zeitlich dann nicht übereingestimmt.
Jetzt weiß ich auch warum ich niemanden mitnehmen sollte. Mein Zeitplan hat sich im Gesamten um vier Stunden nach hinten verschoben. Mein nagelneues crap Handy hat sich nämlich wieder verabschiedet.
Da der Algonquin Provincial Park aufm Zettel steht, brauchte ich Google Maps für ungefähr 3,5 – 4 Stunden. Dass es das nicht mitgemacht hat, brauch ich nicht nochmal erwähnen.
In Peterborough, nach 1,5 Stunden Fahrt, bin ich also in den Laden Best Buy, der Laden hält was er verspricht…..nicht, und konnte wenigstens ohne weiteres mein Telefon in ein Neues Eintauschen. Sehr gut, dachte ich. Nachdem ich wieder das Gröbste installiert und eingerichtet hatte, hat auch das neue Gerät innerhalb einer Stunde sich drei Mal selbstständig gemacht. Asus, ein deutsches Produkt. Herrje eh.
Ich also wieder hin und gefragt, ob ich das zurück geben kann und ein gänzlich neues Telefon kaufen kann. Sie haben mir n gutes Angebot gemacht, allerdings auch wieder ein Asus aka Zenfone. 😀
Es is jedenfalls ein jüngeres Modell und macht bis jetzt keine Faxen. Morgen klopf ich noch auf Holz, wenn ich im Park bin.
Während ich das hier schreibe, bin ich irgendwo in Whitney auf nem kleinen Platz umgeben von Wald. Ich glaub ich geh erst wieder ausm Auto wenns hell is. 😀
Der Weg hier her war aber echt klasse. Sooooo viele Seen. Wie man sich Kanada halt vorstellt. Ich kann mich hier gar nicht satt sehen. Gut, dass die Straßen lange geraude aus gehen. So kann auch mal links und rechts beim Fahren schauen. 😀


Ich meld mich, wenn ich neue Ahornanekdoten gesammelt hab. See ya.








