ich bin am 13. September bereits bei meiner Gastfamilie in Montréal angekommen. Daher steck ich schon im neuen Abenteuer. Das heißt, es wird also Zeit, meine letzten Ereignisse zusammen zu fassen. 🙂 – sorry, wird etwas länger. 🙂 Bei mir passiert einfach zu viel und ich hab nicht immer die Zeit alles zeitnah zusammen zu fassen. 😦
Susi und ich waren für eine Nacht im Algonquin Park und haben direkt am Wasser geschlafen. Lake Of Two Rivers. Wir haben zusammen gekocht und hatten eine angenehme Nacht. 🙂

Nachdem ich im Park immer wieder Schilder gesehen hab, dass man seine Erlaubnis an der Scheibe platzieren sollte, war ich verunsichert, ob ich mir zusätzlich zu meinem bezahlten Campground Ticket noch eins am Eingang hätte kaufen sollen/müssen. Paar Tage nach meinem Aufenthalt dort, hab ich erfahren, dass ich alles richtig gemacht hab. Nur wenn du als Tagestourist ankommst, musst du dir ein Tagesticket holen.
Ich muss mir unbedingt mal noch ne Liste schreiben, in welche Parks ich offiziell mit Susi rein darf. Weil ich ja den Canadian Discover Pass von Charlotte mitbekommen hab. Aber so richtig einsichtig ist das mit den ganzen Parks hier nicht, wo welcher wie wo heißt….
Mit dem Fahrrad hab ich mich auf die Suche nach den Bären gemacht. Leider erfolglos. Aber die Tour war trotzdem super schön.
Kurzen…einstündigen….power nap hab ich mir auch am See gegönnt.


Am nächsten Tag war ich noch wandern. Geplant waren zwei Wanderwege. Leider hat mir Petrus n Strich durch die Rechnung gemacht. Dann war ich nur auf dem Track and Tower Trail.



Ich hatte an meinem Campground n Flyer fürs kayaken in die Hand gedrückt bekommen, die anscheinend Touren inkl. Camping anbieten. Ich dachte mir, dass das vielleicht ganz spaßig werden könnte. Mit ner Gruppe n Stück zu paddeln und dann irgendwo zu campen.
Leider muss man bereits als Gruppe dort auftauchen und dann wird das ein ganz schön teurer Spaß. Da ich also eine Einmann-Gruppe bin, hat sich das schnell erledigt und ich hab mich mit dem Wind weitertreiben lassen.
Auf’m Weg bin ich an nem Häuschen vorbei gekommen und hab das erste Mal Beaver Tail bestellt.
Das is hier typisch, wie das Franzbrötchen in Hamburg. Allerdings bin ich bei Beaver Tail durchaus bereit es zu teilen. Was mir bei nem Franzbrötchen nur all zu schwer fällt.
Ich hab leider kein Foto gemacht und ich weiß auch nicht so recht, ob ich das nochmal kaufen werde. 😀
Das is n Stück Teig, in der Form eines Biberschwanzes, frittiert und wird mit dem beschmiert, was du möchtest. Süß. Wahnsinnig süß. Also zum Beispiel Schokosauce belegt mit Reese’s, Karamellstückchen, Schokostückchen und Karamellsauce. Glaub wenn mir das schon zu pappig is….dann isses wahrlich süß. 😀
Vielleicht sollte ich das klassische mal probieren, mit Zimt und Zucker. Hat dann auch ca. 200 kcal weniger.
Noch etwas planlos, wo ich in der Nacht schlafen werde/kann, bin ich einfach mal los gedüst.
Mich hat’s dann nach 3,5 Stunden Fahrt auf den Truck Parkplatz von Herbs Travel Plaza gezogen, zwischen Ottawa und Montréal.
Gekennzeichnet war das ganze nämlich glücklicherweise mit einem Dusche-Symbol. Ich hatte mich riesig darauf gefreut. Bis ich gehört hab, dass sie 9$ dafür haben wollen.
Auf den Tag kam’s dann irgendwie auch nicht mehr drauf an. 😀
Nach der Nacht auf’m Parkplatz sind wieder zwei gesittete Nächte in nem Airbnb geplant, in Quebec City. Da ich dafür sowieso zahlen muss, hab ich mir die 9$ gespart und bin nach’m Aufwachen direkt weiter gefahren, nochmal so gute 3 Stunden bis Quebec City.
Frisch geduscht und gefühlt ein neuer Mensch, wollte ich über Facebook was klar machen, dass ich mich vielleicht mit paar Leuten, oder wenigstens einer Person, in ner Bar treff und den Abend ausklingen lassen kann.
Dem war aber leider nicht so. Ich war dann etwas hin- und hergerissen, ob ich nun noch alleine los soll, oder nicht.
Allerdings wär es eine absolute Verschwendung gewesen, hätte ich mich mit hübschen Haaren und neuem Lebensgefühl ins Bett gelegt und Netflix geschaut. Ich also los und ne Stunde in die Stadt gelaufen.
Das Laufen hab ich tatsächlich auch etwas vermisst, man mag’s kaum glauben. Susi is Fluch und Segen zugleich.
Neuer Tag, neue Pläne. Auf’m Zettel standen der Montmorency-Fall und die Île d’Orléans.
Bei Susi’s Lämpchen würd ich wohl auch nicht mehr meine Hand ins Feuer legen, dass die einwandfrei funktionieren.
Hatte mich schon gewundert, wie weit ich wohl mit dem Tank noch komme. Da auf’m Tacho schon 1040 km standen und anscheinend noch viertel voll is. Verarschen wollt sie mich, eh.
Gott sei dank sind wir neben zwei Tankstellen mitten auf der Straße liegen geblieben.
Dass das ne unangenehme Situation is, kann man sich ohne weiteres vorstellen, oder? 😀
Mit nem Kanister hab ich anfangs vergebens versucht, bisschen Sprit in die Gute zu schütten. Paar irritierte Blicke hab ich jedenfalls im Nacken spüren können. Die Autos sind nach und nach an mir im großen Bogen vorbei, sie mussten auch noch auf den Gegenverkehr Rücksicht nehmen.
Dachte mit dem hat sich’s dann erledigt für den Tag. Das Karma hatte andere Pläne für mich bereit gestellt. 😀
Nachdem ich nach dem Tank-Desaster beim Montmorency-Fall war, was sich paar Tage später herausgestellt hat, dass ich dafür hätte Eintritt zahlen müssen. Ich bin wohl an einem „Nebeneingang“ rein. 😀
Aber wenn man nicht weiß, dass man etwas illegal macht, strahlt man das auch nicht aus. Also alles gut gegangen.


Übrigens, ich war noch immer nicht bei den Niagarafällen. Allerdings ist der Montmorency-Fall 30 Meter höher. Und den Wasserfall fand ich jetzt auch nicht soooooo wahnsinnig Hoch. 😀
Aber hübsch war’s natürlich trotzdem.
Als ich mit Susi ausparken wollte, um zu der Insel zu fahren, bin ich gegen etwas gefahren. Ich war bzw. bin mir ziemlich sicher, dass es nur der Randstein war.
Da ich aber eine ältere Frau aus dem gegenüberliegenden Haus als Zuschauerin hatte und sie mich komisch beäugt hat, bin ich zu ihr hin und hab mich mit biegen und brechen mit ihr verständigt. Kam nicht wirklich was bei rum, weil mein Französisch noch nicht fit genug is und sie eine Quebecois ist, sprich, definitiv kein Englisch kann. 😀
Glücklicherweise kam das junge Pärchen zurück zum Auto und ich konnte es mit ihnen persönlich klären. Da deren Auto vorne vollkommen demoliert war, war ich etwas geschockt. Aber das gehört so, sagten sie. 😀
Meinen Mut zusammengekratzt und gehofft, dass ich mein Glück nicht vollkommen ausreize, wenn ich noch zur Insel fahr, bin ich los. 😀
Ich hatte eigentlich gedacht, dass man mehrmals die Möglichkeit hat, einfach am Rand stehen zu bleiben, um die Landschaft anzusehen bzw. mal n Stück längs zu laufen. Aber die Straße is so eng und Haus an Haus mehr oder weniger gebaut, dass das leider nicht möglich is. Man also nur aus’m fahrenden Auto schauen kann. Außer der eine Spot. Wo ich natürlich angehalten hatte.


Den Abend bin ich ruhig angegangen, da ich am nächsten Morgen, um kurz nach acht, Alex abgeholt hab.
Alex, 23 aus Erlangen, mit ihm verbring ich die nächsten Tage um weiter in den Osten von Quebec zu fahren.
Wir sind noch gemeinsam Einkaufen gewesen und haben alle Vorbereitungen getroffen.
Ziel: Sainte-Anne-des-Mots.
Wir haben blöderweise keine Pause oder mal nen Zwischenstopp gemacht. Sind einfach durchgeprettert. 😀 Daher waren wir ziemlich früh an unserem Ziel. Immerhin waren es gute sechs Stunden Autofahrt. 😀
Sein Zelt und mein Bett haben wir dann irgendwo abseits der Straße aufgeschlagen, wo offensichtlich auch tagsüber keine Sonne hinkommt, um die Stelle aufzuwärmen. Die Nacht war abartig kalt und echt ungemütlich.
Verfroren und mit schlechtem Schlaf sind wir dann also los marschiert und auf’n Mont Albert gewandert. Mit der Höhe des Bergs sind sie sich nicht so ganz schlüssig, da am Start, im Internet und am Gipfel jeweils was anderes steht.
Wir picken einfach mal die grobe Mitte raus, mit 1080 Höhenmetern.
Clumsy-Lisa is auch nur zwei Mal hingefallen. Die Landschaft war so wunderschön! Wieder mal. Auf’m Rückweg war dann auch nochmal eine gänzlich andere Landschaft zu sehen, so so so sooooo schön! – es is einfach so unfassbar schwierig sich auf paar Bilder zu begrenzen…..daher kommen jetzt ein Paar mehr. :p




Vom Hurricane is teilweise der Weg auch noch überschwemmt und der Wanderweg sieht eher aus wie ein Bach.
Zum „Aufwärmen“, wirklich warm war’s da aber auch nicht, und dass ich auch Internet hab – ich muss unbedingt meinen Netzanbieter, wechseln, das is wirklich nervig – sind wir zu Tim Hortons um zu schauen, wo wir schlafen bzw. wie die nächsten Tage genau weiter gehen.
Nach fast drei Stunden bei Timmi sind wir dann mal los zu nem großen Spielplatz am See und haben da Alex‘ Zelt wieder aufgeschlagen.

Gut vorbereitet mit jeweils drei Decken und Zwiebellook, sind wir dann hundemüde ins Bett gefallen.
Gemütlich ausgeschlafen bis halb 10 und den Tag mit frischen Pancakes starten. Klingt doch gut, oder? 🙂
Der verregnete Tag war als Reisetag eingeplant, perfektes Wetter wieder hierfür erwischt!
Die letzte Fähre in Trois-Pistoles haben wir ohne Reservierung glücklicherweise erwischt. Beim Übersetzen haben wir im St. Lawrence River unseren ersten Wal gesehen! Zwar etwas entfernt und auch nur die Rückenflosse und wie er ausgepustet hat, aber HALLO?! Ein Wal, eh!
Zum Schlafen hatten wir nen super schönen Spot. Pointe De La Croix.


Für den nächsten Tag haben wir uns eine Bootstour gebucht, um Wale von Nahem zu sehen und damit ich mein neues Objektiv auch endlich mal gscheid einsetzen kann!
Bevor wir aber zu den Walen rausgefahren sind, sind wir zu nem kurzen Trail gefahren. Es war’s ehrlich nicht wert. Der Weg dorthin war furchtbar. Ich hatte n schlechtes Gewissen gegenüber Susi. Und hab schon gesehen, wie sie mir auseinander bricht. Und dann hatten wir nicht mal wirklich Zeit um dort richtig lang zu laufen. Eher ein Flop. Auch wenn’s ne tolle Landschaft wieder war. 😀



Zurück zum Highlight. Das war sooooo so wahnsinnig cool! Wale…in einem Fluss..das find ich schon sehr faszinierend. 😀
Gut prepared geht’s also raus auf’n Fluss.

Und kein Wunder, dass sie damit werben, dass man teils sein Geld zurück bekommt, falls man keine Wale sieht. Man sieht nämlich unzählig viele. 😀 Und Robben. 🙂
Das war wie ein großes Schlauchboot. Und sehr sympathisch, sonst hätte ich es auch nicht gemacht, nehmen sie Rücksicht auf die Natur und füttern sie weder an, „jagen“ sie, oder fahren nah ran.



Am selben Tag noch sind wir nach Quebec City gefahren, dort hab ich Alex dann rausgeschmissen und ich hab auf nem Parkplatz geschlafen.
Am nächsten Morgen hab ich Susi dann noch bisschen aufräumen wollen, da ich erst um 13 Uhr mit Charlotte in Montréal verabredet war, hatte ich noch genug Zeit. Die Fahrtzeit war nur 2,5 Stunden.
Leider hab ich feststellen müssen, dass in meiner Kiste, die mit Susi’s Reserveflüssigkeiten, sprich Motoröl, Bremsflüssigkeit, Putzzeug und co, irgendetwas ausgelaufen is. Außerplanmäßig hab ich’s also komplett ausgemistet/trocken gewischt. Gut, dass Charlotte ein sehr entspannter Mensch is, ich bin nämlich zu spät gekommen.
Auf’m Balkon haben wir bei ner Tasse Tee noch gequatscht uns dann noch herzlich das letzte Mal umarmt und ich bin dann auf zu Marjorie, meine Gastmutter.
Auch wenn ich erst seit drei Nächten hier bin, hab ich schon was zu erzählen.
Natürlich.
Dazu aber später. Das is n neuer Abschnitt und würde vielleicht den Rahmen sprengen. Is eh schon viel geworden. :p
Demnach also.. Tschöööööö Leute. 🙂















